#30. TEDDY AWARD – The Queer Film Award at the Berlin International Film Festival. DIE GEWINNER/THE WINNERS

#1 von gerd , 24.02.2016 09:43

#30. TEDDY AWARD – The Queer Film Award at the Berlin International Film Festival

DIE GEWINNER/THE WINNERS


Die neun Mitglieder der internationalen Jury sichten Filme mit queerem Kontext aus allen Sektionen der Berlinale. In jeder Kategorie werden drei Filme nominiert und je einer gewinnt den TEDDY AWARD für den besten Spielfilm, den besten Dokumentarfilm/Essay und den besten Kurzfilm. Zusätzlich wird der Spezialpreis der Jury vergeben.

The nine members of the international jury view films of queer interest within the framework of all sections of the Berlinale. Three films are nominated for each of the categories: best feature film, best documentary/essay film and the best short film. The jury presents furthermore its Special Jury Award.

Mitglieder der Jury/Members of the Jury:

Augustas Čičelis, Litauen/Lithuania: Direktor des Litauer LGBT-Festivals (Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender) „Kreivės“

Alexandra Carastoian,Rumänien/Romania; Filmemacherin, Fotografin und Menschenrechtsaktivistin

Alice Royer, USA; Film- und Medienwissenschaftlerin aus Los Angeles

Dagmar Brunow, Germany; Filmwissenschaftlerin und eine der Organisatoren des „International Queer Film Festivals” in Hamburg.

Adán Salinas Alverdi, Mexico; ist u.a. im Vorstand von „MICGénero International Film Festival with Gender Perspective and Bestiario Films”

Nosheen Khwaja, Schottland; Gründerin der Digital Desperados und Co-Organisatorin von GLITCH, einem Filmfestival in Glasgow

Serubiri Moses, Uganda; Kunstkritiker, Fotograf und Kurator

Xiaogang Wei, China; fungiert seit 2005 als Berater für UNICEF und gründete 2007 u.a. den LGBT­Webcast „Queer Comrades”

Jay Lin, Taiwan; ist u.a. Kurator des „Taiwan International Queer Film Festival (TIQFF)”

Der Teddy für den besten Kurzfilm geht an/
The Teddy for the Best Short Film goes to:


Moms on Fire

Joanna Rytel


Begründung der Jury: Weise Worte von hässlichen Babies. Heterosexuelle Frauen, die einander berühren. Schwangere Frauen, die masturbieren. Mit augenzwinkerndem Humor und einem herausstechenden Knetanimationsstil, überwirft MOMS ON FIRE Mutterschaftsmythen und die konventionelle Repräsentation des weiblichen Körpers. Regisseurin Joanna Rytels groteske, feministische Vision zeigt uns unsere Vorstellung der Regenbogenfamilie durch eine queere Brille.

Jury Statement: Wise words from ugly babies. Straight women fingering each other. Pregnant women masturbating. With tongue-in-cheek humor and a distinctive claymation style, MOMS ON FIRE subverts myths of motherhood and conventional representations of female bodies. Director Joanna Rytel´s grotesque, feminist vision queers our idea of the rainbow family.

DER TEDDY für den besten Dokumentarfilm geht an/
The TEDDY fort he Best Documentary Film goes to:


Kiki

Sara Jordenö


Begründung der Jury: KIKI zelebriert die anhaltende Stärke der New Yorker Ballroom Kultur, indem es den einflussreichen queeren Klassiker PARIS IS BURNING neu aufleben lässt. Uns wird ein intimer Zutritt gestattet in die Leben junger Vogue-Tänzer, die, wie ihre Vorgänger, selbstgewählte Familien innerhalb eines Netzwerks von Häusern erschaffen. Aber anders als ihre Vorgänger, überleben sie nicht einfach nur – sie blühen auf. Durch ihre intensiven Auftritte demonstrieren diese jungen people of colour, dass gender ein breitgefächertes Spektrum ist und dass es im Leben wichtig ist, sich neu zu erfinden.

Jury Statement: KIKI celebrates the ongoing strength of New York´s ballroom culture by revisiting the influential queer classic PARIS IS BURNING. We are granted intimate access to the lives of young voguers who, like those before them, create chosen families within a network of Houses. But unlike those before them, they aren’t simply surviving—they´re thriving. Through their fierce performances, these young people of color demonstrate that gender is a broad spectrum and that reinvention is essential to living your life.

DIE TEDDY Jury vergibt den Spezialpreis der Jury
THE TEDDY gives the Special Jury Award to


Nunca vas a estar solo (You will never be alone)
Alex Anwandter


Begründung der Jury: Eine phänomenale Leistung eines Erstlingsregisseurs und Screenwriters, der den Gedanken, dass “Nicht der Homosexuelle pervers ist, sondern die Gesellschaft, in der er lebt” erforscht. YOU WILL NEVER BE ALONE zeigt auf empfindsame Weise gender fluidity aus verschiedenen Perspektiven. Statt Hass-Verbrechen als Normalität darzustellen, fordert der Film sein Publikum auf, seine Beziehung zu solch schrecklichen Taten zu überdenken. Der chilenische Filmemacher Alex Anwandter ist eine spannende neue Stimme des Kinos, von der wir hoffentlich in Zukunft noch viel hören werden.

Jury Statement: A phenomenal achievement from a first-time feature screenwriter, director, and composer exploring the idea that “it is not the homosexual who is perverse, but the society in which he lives.” NUNCA VAS A ESTAR SOLO (YOU WILL NEVER BE ALONE) sensitively depicts gender fluidity from multiple perspectives. Instead of normalizing hate crime, the film encourages the audience to reconsider their relation to such horrific acts. Chilean filmmaker Alex Anwandter is an exciting new cinematic voice from which we hope to hear much more in the future.

Der TEDDY für den besten Spielfilm geht an/The TEDDY for the best FEATURE FILM goes to:
topic-threaded.php?forum=26&id=848

Kater (Tomcat)
Händl Klaus


Begründung der Jury: Mithilfe der herausragenden Performance einer Katze, nutzt KATER seinen haarigen Star, um die Gewalt, die unter der Oberfläche eines scheinbar idyllischen Lebens lauert, bloß zu legen. Überraschenderweise ist es kein lesbischer Film, dessen Geschichte die ehrliche und einfühlsame Liebe zwischen zwei Männern porträtiert, wie sie selten auf der Leinwand gezeigt wird. Autor/Regisseur Händl Klaus und sein Team brachten einen meisterhaften Schnitt, wunderschöne Kinematographie und eine großartige Leistung des menschlichen Ensembles zusammen, um eine spannungsvolle Atmosphäre zu kreieren. Das Resultat ist ein packender und verwirrender Film, der zum Nachdenken anregt und das Publikum auch lange nach Verlassen des Kinos nicht loslässt.

Jury Statement: Featuring a standout performance by a cat, KATER (TOMCAT) uses its furry star to expose the violence lurking under the surface of a seemingly idyllic life. Surprisingly not a lesbian film, the story portrays a genuine and sensitive love between men rarely depicted on screen. Writer/director Händl Klaus and his team bring together masterful editing, beautiful cinematography, and great performances from the human cast to create an atmosphere of suspense. The result is a gripping, puzzling, and thought-provoking film that will stick with you long after you leave the cinema.

Der Preis der Männer Lese-Jury geht an/The Award of the Männer Jury Award gos to:

Mãe sóhá uma/Don’t call me son

Anna Muylaerts


Begründung der Jury: Regisseurin, Drehbuchautorin und Produzentin Anna Muylaerts erzählt in „Mãe só há uma/Don’t call me son“ eine kluge, lustige und wunderbar queere Geschichte über Identitäten und Familien. Die, die wir uns aussuchen und die, die sich uns aussuchen. Dem Film gelingt es, spannende Fragen über Geschlecht und Sexualität aufzuwerfen und dabei immer zugänglich und hoch unterhaltsam zu bleiben. Der wunderschönen Naomi Nero und die wunderbare

Daniele Nefussi in den Hauptrollen haben uns gleichzeitig zum Lachen, Weinen und Nachdenken gebracht. Wir glauben, dass ein weltweites Publikum auf genau diesen Film gewartet hat und ihn so sehr lieben wird, wie wir das jetzt schon tun. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert, die Anna Muylaerts hoffentlich so anlegt, dass wir uns bald über einen weiteren Film von ihr freuen können wie über „Mãe só há uma“. Herzlichen Glückwunsch!

Jury Statement: Anna Muylaerts „Mãe só há uma“ tells a touching, smart, funny and perfectly queer story about identity and families. The ones we choose and the ones that choose us. The film talks about gender and sexuality with a completely human and very light touch, without pulling any bunches. The wonderful cast, let by the beautiful Naomi Nero and the great Daniela Nefussi, made us laugh, cry and think at the same time. We predict audiences around the globe will embrace this film and love it just as much as we do. Congratulations to everybody involved in making „Mãe só há uma“ on a job spectacularly well done. The Award includes prize money of 1000 Euros, which we hope Anna Muylaerts will use to delight us with a new film very soon.

Der TEDDY Publikumspreis geht an/The TEDDY audience Award goes to:

Das Publikum hat entschieden/The audience decided:


Theo et Hugo dans le meme bateau/Paris 05:59
Oliver Ducastel und Jacques Martineau


Special TEDDY AWARD im Jubiläumsjahr für Produzentin Christine Vachon

Mit ihrer Firma „Killer Films“ produziert Christine Vachon seit über 20 Jahren Filme, ohne die das queere, aber auch das US-Independent-Kino, schwer denkbar wäre. Allein ein Dutzend davon finden sich in den Berlinale-Programmen wieder. Anfang der 1980er Jahre lernt sie als Studentin der Brown University Todd Haynes kennen, sein Debüt „Poison“ (Teddy-Gewinner 1991) ist auch ihr erster produzierter Langfilm. Seitdem sind beide ein erfolgreiches Team. Vachon produzierte die Academy Award-prämierten Filme „Boys Don’t Cry“ (Beste Hauptdarstellerin: Hilary Swank 2000), „Still Alice“ (Beste Hauptdarstellerin: Julianne Moore 2015) und im letzten Jahr – wieder für Todd Haynes – „Carol“ mit Cate Blanchett und Rooney Mara. Christine Vachon wird bei der diesjährigen TEDDY-Verleihung mit dem Special TEDDY AWARD ausgezeichnet. Sie ist Gast des Queer Academy Summit und im Rahmen der Teddy30 Retro präsentiert sie die Killer Films-Produktion „Hedwig and the Angry Inch“ von John Cameron Mitchell, der 2001 den TEDDY AWARD erhielt."

 
gerd
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zuletzt bearbeitet 24.02.2016 | Top

   

Schwule, Lesben, Transfrauen, Transmänner aufgemerkt: Unterstützt das einzige LGBT-Filmfestival in Russland
#TEDDY AWARD GEWINNER 2016: KATER (TOMCAT)

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