Bisexuelle sind nicht zu beneiden. Umfrage Ergebnis

#1 von gerd , 18.10.2015 14:46

Umfrage-Ergebnis: Bisexuelle sind nicht zu beneiden


Bisexuelle Emanzipation: Es bleibt, viel zu tun (Bild: Marilyn Roxie).
Bisexuelle sind nicht zu beneiden – dies ist das Ergebnis unserer Umfrage, an der sich 614 bisexuelle Menschen im Alter von 16 bis 80 Jahren (Durchschnittsalter 39) beteiligten, unter ihnen 348 Frauen, 242 Männer, 12 transsexuelle Frauen, 8 transsexuelle Männer und 4 Zwitter. Knapp die Hälfte der Umfrageteilnehmer (293 Personen) waren Mitglieder unserer Dating-Plattform www.Gleichklang.de, der Rest (321 Personen) wurde über soziale Netzwerke und Weiterempfehlungen gewonnen. 60% der Teilnehmer (369 Personen) waren zum Antwortzeitpunkt Singles, 40 % (245 Personen) befanden sich innerhalb einer partnerschaftlichen Beziehung.

Wir fragten nach Outing, gesellschaftlicher Akzeptanz und Partnersuche. Ebenfalls fragten wir zu den besonderen partnerschaftsbezogenen und sexuellen Wünsche und Bedürfnisse bisexueller Menschen, wobei wir hierüber in einem separatem Artikel zu einem späteren Zeitpunkt berichten werden.



Zusammenfassung

Viele Bisexuelle outen sich gegenüber ihrem Umfeld nicht oder nur eingeschränkt. Hintergrund dieser Verheimlichung ist eine Angst vor dem Outing aufgrund gefürchteter negativer gesellschaftlicher Reaktionen und Diskriminierungen. Die große Mehrheit bisexueller Männer und Frauen hat dabei bereits Diskriminierung erlebt, die durch das Umfeld in Form von Vorurteilen, negativen Gefühlen und auch konkreten Ausgrenzungen bis hin zu Beschimpfungen und Beleidigungen zum Ausdruck gebracht wird. Als Ursache für Diskriminierungen benennen die Betroffenen insbesondere die mangelnde gesellschaftliche Sichtbarkeit von Bisexualität, das häufig nicht erfolgende Outing sowie insgesamt ein nur geringes Interesse der Gesellschaft an Bisexualität. Einem häufigeren Outing steht dabei wiederum häufig die Angst vor Diskriminierung entgegen. Bisexuelle wünschen sich in großer Mehrheit partnerschaftliche Beziehungen, in denen sie offen mit ihrer Bisexualität umgehen können. Aber die Bisexualität wird in bestehenden Beziehungen oft verschwiegen. Bisexuelle erleben zudem die Partnersuche als erschwert. Die große Mehrheit der Befragten beklagte die Sachlage, dass nahezu alle großen Online-Partnerbörsen eine bisexuelle Suche ausschließen, indem sich Teilnehmer auf nur ein gesuchtes Geschlecht festlegen müssen. Entsprechend positiv bewertete die überwältigende Mehrheit der Befragten die durch Gleichklang angebotene bisexuelle Suchoption. Insgesamt ergibt sich aus den Umfrageergebissen das Bild von Bisexualität als einer gesellschaftlich diskriminierten sexuellen Orientierung. Entscheidend sein wird für die Überwindung der Diskriminierung der Bisexualität eine wachsende Sichtbarkeit von Bisexualität in der Gesellschaft. Hierfür tragen auch Medien, die Politik, LGBTI-Verbände* und die Privatwirtschaft Verantwortung. Für den Bereich der Online-Partnersuche bedeutet dies, dass alle Partnervermittlungen und Singlebörsen eine bisexuelle Suche anbieten sollten, da es nicht nachvollziehbar ist, warum Bisexuelle beim Online-Dating ausgeschlossen werden oder mehr Kosten zahlen müssen.

Ausführliche Informationen findeste du unter: http://bisexuell.net/

 
gerd
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zuletzt bearbeitet 19.10.2015 | Top

   

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