CSD Leipzig 2012 und der Eklat, "Homophobie ist heilbar: Auch in den eigenen Reihen."

#1 von gerd , 06.07.2012 16:36


In der CSD-"Woche" vom 6. bis 16. Juli 2012 bieten wir den Leipzigern und seinen Besuchern wieder über 44 Höhepunkte.
Rosa von Zehnle
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"Homophobie ist heilbar: Auch in eigenen Reihen!"

Das Leipziger CSD-Motto 2012 Homophobie ist heilbar: Auch in eigenen Reihen! des "Rosa Archivs Leipzig" und seiner Partner mag wie eine Provokation klingen, ist es aber nicht, da die Realität eben anders ist, als man den Heteros nicht nur zum CSD öffentlich gern präsentieren möchte.
Das Leipziger Motto ergab sich aus der Notwendigkeit heraus, nun endlich auch einmal nicht immer nur gegen die Homophobie der Heten zu wettern, sondern sich in den eigenen Reihen umzuschauen, die Augen zu öffnen und festzustellen, daß das Thema akuter ist, als es die schwul-lesbische Szene wahr haben will.
Fortfahrend einige Infos, die eindeutig aufzeigen, daß das Leipziger CSD-Motto Homophobie ist heilbar: Auch in eigenen Reihen! mehr als berechtigt ist, kein neues Thema ist und nicht einfach an den Haaren herbeigezogen wurde.
Der Schwerpunkt dieser kleinen Auflistung liegt hier natürlich im Leipziger Bereich, wobei es bundesweit nicht viel besser aussieht, aber ich werde dazu später ganz bestimmt auch einmal etwas schreiben. Doch nun zu Leipzigs Abartigkeiten:

Die Leipziger Gleichstellungsbeauftragten - inklusiv der aktuellen Amtsinhaberin Kathrin Darlatt - mobben (ist mal ein anderes und auch treffendes Wort für Homophobie) seit über zwanzig Jahren das "Rosa Archiv Leipzig", obwohl es Leipzigs älteste noch arbeitende Schwuleninitiative, die sich 1986 gründete und heute die älteste Szenegruppierung Ostdeutschlands ist, die noch vom Gründer selbst - mit der Unterstützung vieler Freunde - betrieben wird. - Das sechsseitige öffentliche Rundschreiben von 2010 >> hier… nahm die Amtsinhaberin bis heute nicht zur Kenntnis, geschweige denn, das bis dato eine Reaktion darauf erfolgte!
Der Vorstand der Karl-Heinrich-Ulrichs-Gesellschaft (ff. KHU-G), die Ur-Initiative geht auf das Jahr 1986 zurück (die mit der Hilfe schwuler STASI-Spitzel zerschlagen wurde), wandte sich 2010 und 2011 mehrfach an die Leipziger CSD-Koordinierungsgruppe, da man Mitstreiter suchte und die KHU-G mitmachen wollten, doch bis heute bekam sie KEINE Antwort. Deshalb entstand dann 2011 unser eigenes CSD-Programm. - Übrigens: So ist 1986 auch das "Rosa Archiv Leipzig" entstanden, da die damaligen schwulen Genossen nicht dulden wollten, was sie nicht mit dem ehemaligen VEB Hoch und Guck kontrollieren konnten. Man negierte und schwieg und tut das bis heute.
Im von der Stadt Leipzig mitfinanzierten "Queer Guide" und dem CSD-Sonderheft jeweils für 2011 und 212 sind weder das Rosa Archiv Leipzig, noch die AIDS-Info Leipzig, noch die Karl-Heinrich-Ulrichs-Gesellschaft, noch der 175er Verlag, noch weitere Initiativen erwähnt oder aufgeführt. Das trifft auch für die in Halle und aus öffentlichen Geldern mitfinanzierte und vierteljährlich erscheinende "homo sum" zu, die uns seit 2010 nicht in das Adressenverzeichnis für Leipzig aufnimmt. Diese Veröffentlichungen maßen sich an, für alle Initiativen zu sprechen und nehmen nur auf was ihnen in den Kram paßt. Das ist EINDEUTIG homophob! Wir werden uns natürlich zu wären wissen!
Der homophobe Vorfall zum CSD-Straßenfest 2011 - den die Initiatoren des Leipziger CSD selbst verschuldet haben – versuchte der Pressesprecher des Leipziger CSD, Jungschwuppe Georg Teichert (die wie Phönix aus der Asche so plötzlich auftauchte wie sie wieder verschwand), mit dem lapidaren Geschwafel "…während der Präsentation der SchirmherrInnen (sei es) zu einen kleinen Zusammenstoß zwischen zwei christlichen Demonstranten und einem einzelnen Teilnehmer (gekommen)…" klein zu reden. Und das obwohl diese Sache so brisant war, von der Polizei als Anzeige angenommen wurde und Prominente, wie der Schirmherr MdB Wolfgang Tiefensee bereits dazu Aussagen bei der Polizei machen mußte. Wer bitte schön macht eine Anzeige und warum mußte ein MdB aussagen, wenn kein Schaden (welcher Art auch immer) vorliegt? Und wo bleibt das große Geschrei, das jedes Mal veranstaltet wird, wenn Heten wieder „homophob“ auffallen? Letzte Frage erübrigt sich, denn wenn man versucht noch vor Ort mit Hilfe anwesender schwuler und lesbischer Polizeibeamte (die an diesem Wochenende in Leipzig ein Bundestreffen organisiert hatten) den Fall ins Gossenloch zu spülen, ohne sich naß zu machen, dann weiß man, wo die Gose hinfließt! – U*R*A*N*U*S wird in einer kommenden Ausgabe die Öffentlichkeit ausführlich darüber informieren, denn der „einzelne Teilnehmer" war einer der CSD-Organisatoren, der friedlichen Protest nicht zulassen wollte und gewalttätig gegen „zwei christliche Demonstranten“ vorging. Mit solchen inhaltlich verlogenen und sachlich falschen Pressemitteilungen kann man zwar das allgemeine Fußvolk beruhigen, ruhigstellen und dumm halten, doch nicht Rosa von Zehnle.
Überhaupt haben und zeigen die wichtigtuenden Leipziger CSD-Organisatoren - bestehend u. a. aus einem dahergelaufenen Wessi (der dort nichts mehr werden konnte, was wir ja von unseren bisherigen Oberbürgermeistern auch kennen) und mindestens einem ehemaligen STASI-Spitzel - keinerlei Interesse, auch andere Gruppierungen aufzunehmen, denn auch Leipzigs schwuler Chor Die Tollkirschen wurden homophob abgefertigt, obwohl sie mit einem eigenen bunten Wagen nicht nur am Straßenfest, sondern auch an der Parade teilnehmen wollten.
Und damit nicht genug, denn es lassen sich noch weitere Institutionen nennen, die homophob auffallen, obwohl sie sich Toleranz und Akzeptanz auf die hängenden Fahnen geschrieben haben, so das Antidiskriminierungsbüro Sachsen (das selbst diskriminiert), der STURA (der nicht toleriert), die schwule Gruppe der Uni Leipzig Hochschwul (die in keiner Weise reagiert) und weitere plötzlich auftauchende und wieder blitzartig verschwindende Möchtegerninitiativen, auch in Form von Einzelpersonen!
Weitere Bemerkungen über den auch ansonsten recht homophoben und linksverseuchten CSD in Leipzig (kein Wunder, wenn den ehemalige Genossen, STASIfritzen, Wendehälse und Dahergelaufene aus den Westen organisieren) machte ich bereits 2010 und diese kann man nachlesen, nämlich >>> hier…
Last but not least: Vom 1990 in Leipzig gegründeten (L)SVD und dem dazugehörigen (L)SVD-Skandal 2010 - der von den gesamten schwul-lesbischen Medien bis heute verschwiegen wird, da man das eigene Nest nicht beschmutzen will - wollen wir gar nicht erst reden. Wen es aber trotzdem interessiert und wer wissen möchte, warum Rosa von Zehnle deshalb in den Knast ging, der möge sich informieren und das >>> hier...

Übrigens hier noch eine kleine Unzulänglichkeit am Rande, die nicht unveröffentlicht bleiben sollte, da ich sie irgendwie sehr deliziös finde: Zum CSD-Straßenfest 2010 auf dem Nikolaikirchhof machte mich ein Mitläufer des (L)SVD Sachsen an „seinem“ Stand so dämlich an, das ich mich wirklich schon fragen mußte: „Nehmen die jetzt wirklich schon jeden Deppen als Mitglied auf?“
Sachverhalt:
Nachdem ich aus den Drehständern mehrere Jahrgänge der „respekt“ - je drei für das Archiv und die Bibliothek - nahm, der Typ mich daraufhin fragte, was ich damit wolle, ich ihm sagte, wer ich bin, wollte er mir doch tatsächlich die Dinger wieder abnehmen und machte dazu noch recht primitive und abfällige Bemerkungen. Ich versuchte ihm klarzumachen, daß die Leser der Bibliothek doch nichts mit den Querelen des Zehnle und des (L)SVD zu tun haben, doch wutentbrannt, rotwerdend und wahrscheinlich mit ausgeschaltetem Gehirn, versuchte er immer wieder nach den Heften zu grapschen und laberte unentwegt vom Eigentum des (L)SVD und so´n Zeugs… Ich merkte aber schon bald: Mit dem Dödel ist jede vernünftige Schmuserei zwecklos und lies mich nicht weiter auf eine Diskussion ein (was bei mir sehr selten passiert) und ich dachte mir leicht schmunzelnd nur, während er wie ein Rohrspatz weiter wetterte: Du Depp, wenn Du wüßtest, daß der Zehnle schon 1990 im Gründungsjahr des SVD nicht nur dabei war, sondern auch aktiv mitarbeitete, dann würdest Du….
Ich ging dann aber, da es mir zu blöd wurde und zu tuckig war, und lies ihm seinen kleinen Triumph, es mir einmal richtig gegeben zu haben... lach… Nach einigen Schritten drehte ich mich nochmals um, sah in sein errötetes Gesicht, erkannte aber leider nicht den eben „errungenen" Triumph, sondern nur Wut, Wut darüber, daß ich ihn wohl einfach stehengelassen habe und er sich nicht weiter austoben konnte.
„Der arme“ (L)SVD-ler", sinnierte ich rückblickend, griente spitzbübisch, drehte mich wieder um und schwänzelte, im Gedanken mir ein neues Amüsement herbeiwünschend, beflügelt und beschwingt weiter.

Rosa von Zehnle
Leipzig, den 23. Juni 2012.

 
gerd
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zuletzt bearbeitet 08.07.2012 | Top

   

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