Russlands Sportminister: LGBT-AktivistInnen sollen sich ‘beruhigen’ wegen Anti-Homosexuellen-Gesetz

#1 von grossherzogin , 12.08.2013 09:46

Russlands Sportminister: LGBT-AktivistInnen sollen sich ‘beruhigen’ wegen Anti-Homosexuellen-Gesetz
by thinkoutsideyourbox.net on Aug 9, 2013
Posted under: LesBiSchwul, News, Politik

Erst vor einer Woche erklärte der russische Sportminister Witalij Mutko, der für die Organisierung der Olympischen Winterspiele in Sotschi im Februar 2014 verantwortlich ist, dass auch in Sotschi das Gesetz gegen ‘nicht traditionelle sexuelle Beziehung’ in Kraft bleibt und auch gegen TeilnehmerInnen, BetreuerInnen und BesucherInnen angewendet wird. Der Widerstand gegen die Homophobie in Russland nimmt von Tag zu Tag zu. Nun reagiert der Sportminister und provoziert erneut, in dem er LGBT-AktivistInnen aufruft, sich zu ‘beruhigen’.

Beinahe täglich kommen neue Horrormeldungen von Übergriffen gegen LGBTs in Russland (thinkoutsideyourbox.net berichtete), während sich Präsident Wladimir Putin für dessen Homophobie auch noch feiern lässt (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Letzte Woche erklärte Mutko, dass kein/e Athlet/in mit “nicht traditioneller sexueller Orientierung” nicht nach Sotschi kommen dürfe (thinkoutsideyourbox.net berichtete),

”aber wenn sie diese auf der Straße propagieren, werden sie dafür zur Verantwortung gezogen.”

Seitdem wird die Forderung immer lauter, dass das IOC einschreiten müsse und konkrete Schritte setzt, wie beispielsweise der Entzug der Ausrichtung der Olympischen Winterspiele oder dem Ausschluss von Russland. In Österreich schrieb der Sprecher der Grünen Andersrum Wien, Peter Kraus, einen offenen Brief an das “Österreichische Olympische Komitee” (thinkoutsideyourbox.net berichtete) und forderte das Setzen von Zeichen in Sotschi ein.

Der neuseeländische Eisschnellläufer Blake Skjellerup, der bereits in Vancouver 2010 als sichtbares Zeichen einen Regenbogen-Button trug, versprach, bei einer Qualifikation für Sotschi, wieder ein sichtbares Zeichen zu setzen, da er sich und seine sexuelle Orientierung nicht leugnen wolle (thinkoutsideyourbox.net berichtete).

Sportminister Mutko: LGBT-AktivistInnen sollen sich “beruhigen”

Obwohl das offen homophobe und menschenverachtende Gesetz in Russland ein Widerspruch gegen die Europäische Menschenrechtskonvention ist, hetzt die russische Politik weiter gegen LGBTs und schmettert jedwede Kritik an Russland ab. Den neuen Beweis legt nun der russische Sportminister Witalij Mutko vor.

Zwar sagte er, dass “alle Rechte gewahrt” werden würden, doch wessen Rechte meint er? Mit Sicherheit nicht jene, von LGBTs und dem fundamentalen Grundrecht nach Versammlungsfreiheit und freie Meinungsäußerung. Als Reaktion auf die immer heftigere Kritik an Russlands Anti-Homosexuellen-Gesetz erklärte Mutko nun, dass LGBT-AktivistInnen und KritikerInnen

“sich beruhigen sollen.”

Da hat sich Mutko geirrt. Die internationale Kritik wird noch heftiger werden. Menschenrechte und fundamentale Grundrechte stehen nicht zur Diskussionen. Deren Einhaltung wird mit aller Kraft und allen zur Verfügung stehenden Mitteln eingefordert. Das russische Gesetz ist menschenverachtend und offen homophob. Die homophoben Mutko, Putin & Co können sich sicher sein:

We will not be silent. In your face, Putin & Co.

Quelle: http://www.thinkoutsideyourbox.net/?p=32319

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zuletzt bearbeitet 12.08.2013 | Top

   

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