Schwule Szene München: Das Sub ist für dich da: Sub - Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum

#1 von gerd , 21.07.2013 16:12



Café, Kultur und Begegnung
Das Sub im Portrait


Das Sub ist das Schwule Kommunikations- und Kulturzentrum Münchens, kurz Sub e.V. 1986 wurde der gemeinnützige Verein als Dach für alle Schwulengruppen der Stadt gegründet. Zum Münchner Schwulenzentrum gehören wichtige Service- und Informationseinrichtungen, etliche Freizeit- und Selbsthilfegruppen, die psychosoziale Beratungsstelle sowie die HIV-Prävention. Auch ein Café betreibt die Organisation. 2012 ist das Sub umgezogen.
[Vergrößern] Das Sub Zentrum

Das Schwule Kommunikations- und Kulturzentrum Sub setzt sich für Dich ein, für ein selbstbestimmtes Leben schwuler Männer in München. Im Zentrum der Arbeit steht der "respektvolle Umgang miteinander" und die "Verwirklichung gelungener sozialer Beziehungen". So steht es im Leitbild des Vereins und so gilt es für alle Zukunft - auch nach dem Umzug.

In der Müllerstraße 14 fasst das Sub seit dem 26. April 2012 Kultur, Beratung und Prävention zusammen. Die Beratungsstelle, die zuletzt im eigenen Gebäude saß, ist nun Teil des Schwulenzentrums. In den größeren Räumen sind für alle neue Angebote, Projekte und Gruppen entstanden. Vor allem aber hat das Sub ein schöneres und größeres Café mit Freischankfläche bekommen, das sich zum neuen Szenetreffpunkt entwickelt hat. Vielleicht kennst Du es schon.

Ansonsten engagiert sich das Münchner Schwulenzentrum wie gewohnt. Im Zentrum treffen sich die Freizeit- und Selbsthilfegruppen des Vereins, Chöre, die Literaturtruppe, die Spielefans, die Sprachzirkel, die schwulen Väter, Gay & Gray und viele mehr. Kultur ist wichtig, zunehmend auch mit interkulturellem Hintergrund: Künstler stellen ihre Werke aus. Immer wieder lädt das Sub zu Lesungen (Rosa Couch), internationalen Filmabenden und politischen Podiumsdiskussionen.
Interkulturelle Öffnung

Mit der Lesbenberatungsstelle LeTRa gibt das Schwulenzentrum im neuen Haus Deutsch-Konversationskurse. Seit Neuestem ist der Verein Teil der Pride- und Szene-Kooperation zwischen Kiew und München, die die Lesben-, Schwulen, Bisexuellen- und Transgender-Gruppen der beiden Partnerstädte miteinander eingegangen sind. Das Sub beteiligt sich überdies an der Langen Nacht der Musik. Im Café finden Partys statt. Hier sitzen Infodienst und Abendberatung, sprechen Experten zu Rechtsfragen und Hartz IV; auch eine Schwule Bibliothek gibt es.

Im Mai 2008 hat das Schwulenzentrum mit dem ganzen Glockenbachviertel erstmals einen Maibaum aufgestellt, der - obwohl inzwischen in privater Hand - jedes Jahr auf Neue gefeiert wird. Mit der Magic Bar Tour bittet der Verein regelmäßig zum Kneipenbummel durch die Szene. Eine Tour voller Überraschungen. Und schließlich feiert das Schwule Kommunikations- und Kulturzentrum einmal im Jahr seinen Geburtstag mit einer Party, die in München Kultstatus genießt. Das Hans-Sachs-Straßenfest findet kurz nach dem Christopher Street Day (CSD) statt, den das Sub mit veranstaltet. Mit diesen Straßenevents finanziert die Organisation einen Teil ihrer Arbeit.
Wir sind für Dich da

Leider hat nicht jeder immer Grund zum Feiern. Wenn es um Identitätssuche, Beziehungs- und Suchtprobleme, Coming-out, Existenz- und Lebensängste geht, hilft die Beratungsstelle. Die Beratung ist seit Bestehen des Vereins ein wichtiger Bestandteil des Münchner Schwulenzentrums. Seit 1997 gibt es neben der ehrenamtlichen Abendberatung eine von hauptamtlichen Mitarbeitern getragene Tagesberatung. Ein Schwerpunkt ist die Betreuung von Gewaltopfern (Anti-Gewalt-Projekt).

In den Verantwortungsbereich der Beratungsstelle fallen außerdem die Coming-Out-, einige Selbsterfahrungsgruppen, die Suchtberatung sowie der Besuchs- und Begleitdienst für schwule Senioren, schwule Männer mit Behinderung und sozial Bedürftige (Schwules Patenprojekt). Die Berater richten ihr Angebot nunmehr auch auf schwule Männer mit Migrationshintergrund aus. Die Sub-Beratungsstelle klärt in der Öffentlichkeit über Homosexualität auf und engagiert sich im fachlich-wissenschaftlichen Bereich. Sie arbeitet eng mit Psychotherapeuten, Ärzten und Rechtsanwälten zusammen. 2010 hat sie mit Partnern das Aktionsbündnis für Solidarität ins Leben gerufen, das sich gegen die zunehmende Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender vor allem im eigenen Viertel richtet. Auch das gibt es, ja, und wir wehren uns dagegen.
HIV-Test nach Feierabend

Auch für die Gesundheit schwuler Männer in München macht sich das Sub stark. Das Projekt Prävention, das seit 1995 besteht, klärt in der Szene über HIV/Aids auf. Die HIV-Prävention des Sub steht schwulen Männern bei allen Fragen zu Safer Sex, HIV/Aids und Geschlechtskrankheiten zur Seite. Dafür kooperiert das Projekt vor Ort mit der Münchner Aids-Hilfe, auf kommunaler Ebene außerdem mit der Arbeitsgemeinschaft Aids sowie der Beratungsstelle zu sexuell übertragbaren Infektionen und arbeitet auf Bundesebene mit den Präventionsprojekten in Berlin, Frankfurt, Hamburg und Köln zusammen. Das Projekt Prävention ruht auf drei Säulen: dem Infopool, dem Präventionsteam und den Vertrauensmännern.

Aus dem Infopool verteilt das Projekt Informationsmaterial zum Thema in der Szene. Das Präventionsteam, die Safety-Aktionstruppe S'AG von Sub und Münchner Aids-Hilfe, macht in der Community u.a. mit Quizspielen, Straßenaktionen und Bauchladentouren auf HIV und Aids aufmerksam. Jeder kann mitmachen! Neben dem Präventionsteam agieren die Vertrauensmänner in der Szene. Sie sind Stammgäste beliebter Kneipen und dort offiziell Ansprechpartner für persönliche Gespräche, Szene-Infos und Fragen zu HIV/Aids. Darüber hinaus führen sie eigene Aktionen durch. Das Drei-Säulen-Modell ist in der HIV-Prävention einmalig in Deutschland.

Seit 2005 bietet das Projekt Prävention einen szenenahen HIV-Test an. Männer und Frauen können sich achtmal im Jahr anonym und bis auf weiteres kostenlos beraten und testen lassen – und zwar zu HIV, Hepatitis A, B und C sowie zu Syphilis, Chlamydien und Gonorrhö. Die Aktion findet immer freitagabends zur Ausgehzeit statt, damit auch Berufstätige das Angebot nutzen.
Engagement zahlt sich aus

Für seine Arbeit erhält das Schwule Kommunikations- und Kulturzentrum Gelder vom Sozialreferat der Stadt München, vom Referat für Gesundheit und Umwelt und vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit. Funktionieren kann das Sub aber nur, weil sich so viele Menschen über die Maßen dafür engagieren: ehrenamtlich, hauptamtlich, als Mitglieder des Vereins, als Spender oder Gäste des Cafés. Was sie einbringen, kann das Münchner Schwulenzentrum Szene und Stadt zurückgeben. Und letztlich Dir! Willkommen im Sub.

QUELLE. https://www.subonline.org/Schwul_in_Muen...ktuelles/Neues/

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zuletzt bearbeitet 21.07.2013 | Top

   

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